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Heartbeats in the Night

Der Kakapo ist ein äusserst seltener Papagei, den es nur in Neuseeland gibt und der dank des Schriftstellers Douglas Adams zu einiger Berühmtheit gelangte:Während der Dreh- arbeiten für die Fernsehserie „Last Chance to See“ des BBC bestieg der „Sirocco“, ein junges Kakapo Männchen den Kopf eines Fotografen um sich mit diesem zu paaren.

Bevor der Mensch Neuseeland besiedelte, gab es noch tausende dieser seltsamen Vögel.
Da der Kakapo (bis auf eine Adler Art) keine natürlichen Feinde besaß, gab er mit der Zeit das Fliegen auf und gewöhnte sich einen sehr langsamen und eher ineffektiven Fortpflanzungsprozess an. Als die ersten Menschen nach Neuseeland kamen, brachten sie Raubtiere wie Ratten und Hermeline mit ins Land welche einen verheerenden Effekt auf das Tierreich Neuseelands hatten. Besonders der Kakapo, dessen einziger Verteidigungs Reflex es ist, sich nicht mehr zu bewegen, litt unter diesen neuen Feinden.

In den 1970er Jahren gab es noch etwa 30 Kakapos in ganz Neuseeland. Seit jeher haben Umweltschützer alles in ihrer Macht stehende unternommen, um diese Art zu erhalten. Inseln wurden von „unnatürlichen“ Raubtieren befreit um sie wieder in ihren „Urzustand“ zu versetzen. Vögel wurden umgesiedelt, künstlich befruchtet und gefüttert. Um an den Samen des Kakapos zu gelangen, wurde einige seltsame Dinge erfunden, der „Ejaculation Helmet“ zum Beispiel, so wie ein ferngesteuerter Kakapo. Heute gibt es Dank dieser Bemühungen wieder 125 Kakapos, die isoliert auf streng beschützten abgelegenen Inseln leben.

Die Geschichte des Kakapos zeigt beispielhaft , wie der Mensch mit seiner Umwelt umgeht. Faszinierend find ich dabei vor allen Dingen, wie manche Tier- und Pflanzenarten als „natürlich“ und andere als „eingeführt“ kategorisiert werden. Wie bestimmte Arten getötet werden, um andere zu erhalten. Wie Gebiete zum Schutzgebiet erklärt, aber andere Gebiete zerstört werden. Und letztendlich wie der Mensch Gott spielt.